Was ist ein Ortssippenbuch?
Ortssippenbücher fassen in einfacher und raumsparender, äußerst übersichtlicher Weise, in familienorientiert-chronologischer Form aufgebaut, umfangreiche Kirchenbuch- und Standesamtbände in einem Werk zusammen.
Sie schonen den Erhaltungszustand des Original-Schriftgutes und gewährleisten bei einem eventuellen Verlust dieser Ursprungsquellen die Erhaltung und Übermittlung des historisch-genealogischen Inhalts.
Quellen für die Ortssippenbücher sind in der Regel Kirchenbücher, Zivilstandsregister, Standesamtsregister, Urkunden und Akten, auch aus der Vorkirchenbuchzeit. Haushaltslisten, Polizei-Melderegister usw. gehören ebenso dazu.
Von der Ahnenforschung zum Ortssippenbuch
Zunächst zur Person des Autors des Buches:
Sein Name ist Erich Schneider und er ist Mitglied im Heimat- und Geschichtsverein Altrip sowie im Historischen Verein der Pfalz. Geboren wurde er in Ludwigshafen-Mundenheim, ist verheiratet und hat eine Tochter. Sein erlernter Beruf: Zahntechniker. Nach der Gesellenprüfung 1950 folgte dann im Jahr 1957 die Meisterprüfung. In Altrip wohnt er seit 1958 (vorher Mundenheim). Beide Elternteile sind "Ur"-Altriper. Seit 1995 ist Erich Schneider Rentner.
Wie alles begann:
Als er, zusammen mit seiner Tochter, vor ungefähr 15 Jahren beschloss seine Familie zu erforschen, ahnte er noch nicht, welche Auswirkungen dies haben sollte. Da seine Vorfahren alle aus Altrip stammten, machte es keine großen Schwierigkeiten in verhältnismäßig kurzer Zeit bis zu den Wurzeln seiner Familie vorzudringen. Es folgte die Erforschung der Nebenzweige seiner Familie sowie der Vorfahren seiner Frau.
Wäre er zu dieser Zeit nicht berufstätig gewesen, er hätte dieses Hobby, zu dem es zwischenzeitlich wurde, hauptberuflich ausüben können. Schriftverkehr mit unzähligen Standesämter und Kirchenarchiven füllten seine knappe Freizeit aus. Oft wurden Familienausflüge mit Besuchen in Archiven usw. verbunden. Ein ganz tolles Gefühl war es für ihn, in den alten Kirchenbücher zu recherchieren, die man in der Anfangszeit seiner Nachforschungen noch im Original vorgelegt bekam. Aber die Faszination vor so einem Buch zu sitzen und darin lesen zu dürfen, gehört auch für ihn der Vergangenheit an. In den letzten Jahren wurden die Kirchenbucheinträge auf Filme oder Mikrofiche gebannt. Eigentlich schade, jedoch zum Schutze der alten Bücher notwendig und unerlässlich. Was könnte so ein altes Buch, wenn es sprechen könnte, alles erzählen... Heute sitzt man nur noch vor Sichtgeräten, die keine Emotionen auslösen können.