Altriper werden mit Marschmusik geweckt

Fanfarenzug Lingenfeld zieht am Sonntag zum Weckruf durch den Ort

Vielleicht wird man so manchen Altriper am Fischerfestsonntag am Morgen im Schlafanzug am Fenster stehen sehen: Schon um 7 Uhr werden die Einwohner nämlich mit einem Weckruf des Lingenfelder Fanfarenzugs aus dem Schlaf geholt, damit sie auch ja nicht den Fortgang des Fischerfestes verschlafen.

Müssen am Fischerfestsonntag noch früher aufstehen wie die Altriper: Mitglieder des Fanfarenzugs Lingenfeld, hier bei einer Prunksitzung in Limburgerhof 2018. | ARCHIVFOTO: LENZ„Bei unseren Recherchen für die 1650-Jahr-Feier sind wir auf die Tradition des Weckrufs am Sonntagmorgen gestoßen“, erzählt Alois Eitl, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Altrip. „Diesen gab es wohl bis in die 1980er-Jahre zum Fischerfest. Damals zog man von Gasthaus zu Gasthaus, wir wollen diese Tradition einmalig im Jubiläumsjahr wieder aufleben lassen.“

Vor dem Unmut Altriper Langschläfer fürchtet sich Eitl nicht. „Wir haben diesen Programmpunkt im Festprogramm und anderswo gut kommuniziert. Ich denke, die Altriper werden es einvernehmlich ertragen“, ist er guten Mutes

15 Musiker des Fanfarenzugs Lingenfeld und mehrere Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins, teilweise sogar in Tracht, werden eine Stunde lang durch die Hauptstraße und durch den Ortskern Altrips ziehen, danach trifft man sich zum gemeinsamen Frühstück, um für den großen Umzug um 14 Uhr gestärkt zu sein.

Robert Müller, Vorsitzender des Fanfarenzugs, verspricht typische Marschmusik und gibt zu: „Die Uhrzeit ist auch für uns etwas ungewöhnlich. Aber wir werden schon schauen, dass die Musiker selbst alle wach genug sind, ihr Instrument zu spielen“, verspricht er und lacht.| uln

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Marktplatz regional Rhein-Pfalz-Kreis - 4. Juli 2019)
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