Lockerer Groove von leichter Hand

Jazz-Matinee mit Remember Jazz im Altriper Bürgerhaus zum Ortsjubiläum

Mit Remember Jazz ist am vergangenen Sonntag ein vollgepacktes Wochenende in der 1650-Jahr-Veranstaltungsreihe zu Ende gegangen. Mit Saxophon und Gitarre führte das Duo im Bürgerhaus Alta Ripa durch die musikalische Welt der schwarzen Musik.

Altrip bedeutet aus dem Lateinischen kommend „Hohes Ufer“, um diese Information ist mit Sicherheit kein Altriper Grundschüler im Sachkundeunterricht je herumgekommen. Und gegründet wurde der Ort immerhin von einem echten römischen Kaiser, Valentinian I. Das war im Jahre 369, um die Rheingrenze gegen Invasoren zu stabilisieren. Hat bekanntlich nicht nachhaltig funktioniert für das Imperium, aber bietet einen schönen Anlass, zur 1650-Jahr-Feier die Nachkommen in einen Feiermarathon zu stürzen. Über 70 Einzelveranstaltungen hat die malerische Gemeinde in den Rheinauen auf die Beine gestellt, um das Jubiläum gebührend zu begehen.

Vergangenes Wochenende standen eine Oldtimerfahrt, eine Kanuregatta und zum Abschluss am Sonntag eine Jazz-Matinee im Bürgerhaus Alta Ripa auf dem Programm. Mit Remember Jazz war ein Duo von der „gefährlichen“, der germanischen Rheinseite für die musikalische Unterhaltung gebucht. Multiinstrumentalistin Sabine Hund war für das Saxophon zuständig, ihr Partner Christoph Meyer-Stahl zupfte die Saiten dazu. Sabine Hund spielte am Sonntag das Saxophon. | FOTO: CPLOMit leichten Jazz-Standards wie „Night and Day“ von Cole Porter bot das Duo die perfekte Begleitung zum Frühstück, bei strahlendem Sonnenschein und offenen Türen im Bürgerhaus.

Sabine Hund hatte Mitorganisator Alois Eitl bereits live gesehen. Und über einen Freund, der von ihr unterrichtet wird, kam der Kontakt zustande. Mit leichter Hand und lockerem Groove führte Remember Jazz das Publikum durch die Historie der schwarzen Musik. Obwohl Hund schon in diversen Pop-Projekten wie Antenne Lila oder New York Sunday Brunch auf größeren Bühnen wirkte, hatte die Musikpädagogin Spaß am soliden Handwerk im überschaubaren Saal in Altrip, der dennoch nahezu vollbesetzt war.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Es gab typische Frühschoppen-Getränken, aber auch leckere nicht-alkoholische Alternativen. Und neben Brezeln konnte man auch ganz „unrömisch“ Croissants zu sich nehmen. Oder eine Halbmondplunder, die es wohl gerade mal 300 Jahre gibt. Da kann Altrip nur müde lächeln und weiterfeiern. | cplo

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Marktplatz regional Rhein-Pfalz-Kreis - 22. August 2019)
Diese Website nutzt Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website bieten zu können.
Einverstanden Ablehnen