Neue Heimstatt nicht nur für Leseratten

Umgestaltete Gemeindebibliothek wieder eröffnet – Großes Angebot – Erweiterte Öffnungszeiten

High-Tech in historischen Räumen: Bei der Eröffnung der neugestalteten Gemeindebibliothek in der denkmalgeschützten Maxschule unterstrich Bürgermeister Willi Kotter die Bedeutung dieser Zukunftsinvestition.

In zehnmonatiger Bauzeit wurde in der alten Schule eine moderne Bücherei mit Multimedia- und Internet-Plätzen eingerichtet.

Mit einer kleinen Feier, hier die Ansprache von Bürgermeister Willi Kotter, wurde die neugestaltete Gemeindebibliothek in Altrip wieder eröffnet. (Quelle: DIE RHEINPFALZ - 21.06.1999 | Text: Wolfgang Schneider | Foto: Lenz)

Obwohl Kotter wegen der Kostenhöhe anfangs „sehr skeptisch“ war, stehe er voll hinter dieser Investition. Aus Förderprogramm des Bundes und Landes flossen nahezu zwei Drittel der Kosten in Höhe von 765.000 Mark in die Gemeindekasse. In einem Pilotprojekt, das auf drei Jahre lang angelegt ist, erhält die Gemeinde zu den Einrichtungs- und Personalkosten von 430.000 Mark nochmals 100.000 Mark. Die Maxschule bietet künftig auf 360 Quadratmetern nicht nur eine Heimstatt für die Gemeindebücherei, sondern auch wieder für die Kreismusikschule, die Kreisvolkshochschule und Vereine. Im Kellergeschoß hat auch das örtliche Rote Kreuz eine dauerhafte Bleibe gefunden.

Roland Kettering vom Ingenieurbüro Bachtler, Böhme und Partner wies auf die ersten Konzepte für die Neugestaltung des Ortskerns um Rathaus und Maxschule hin, die bis in das Jahr 1988 zurückreichen. Nach über zehn Jahren erhielt die Maxschule in drei Bauphasen ihr heutiges „Innenleben“. Die neue Büchereileiterin, Magdalena Posmayer, stellte das neue Konzept vor. Danach soll das Medienzentrum der Information, der allgemeinen und beruflichen Bildung, der Aus- und Weiterbildung sowie der Unterhaltung und Freizeitgestaltung dienen. Für Kinder gibt es neben Büchern noch MC‘ s, Spiele, CD‘ s, Videofilme und CD-Roms. Beträchtlich erweitert werden auch die Öffnungszeiten: von zwei auf 20 Stunden in der Woche. Auch der Buchbestand von derzeit 5000 Bänden soll bis zum Jahre 2001 verdoppelt werden. Eingeplant sind Autorenlesungen und Vorlesenachmittage.

In seinem Grußwort hob Landrat Ernst Bartholomé hervor, daß es wichtig sei, unverwechselbare Gebäude wie die Maxschule zu erhalten. Das Medienzentrum sei auch wichtig, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu den Städten herzustellen. Während der Leiter der Staatlichen Büchereistelle Rheinhessen-Pfalz, Günter Pflaum, einen Scheck über 10.000 Mark überbrachte, der Landrat aber mit leeren Händen gekommen war, gab es ein kurzes Wortgeplänkel, nachdem der Bürgermeister ein „Grußwort mit Beilage“ erwartet hatte. Die Veranstaltung wurde von Schülerinnen der Kreismusikschule unter Leitung von Friederike Reitter begleitet.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 21. Juni 1999 | Text: Wolfgang Schneider | Foto: Lenz)
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