Ein bisschen wie am Meer

Altrip ist ein Ort mit viel Geschichte, Tradition und Natur

Dröhnende Motoren und viel Staub gibt es in Altrip nur einmal im Jahr, wenn beim internationalen Sandbahnrennen die Elite der Motorradfahrer das „Altriper Ei“ umrundet, wie die Ovalbahn des Motorsportclubs wegen der unterschiedlichen Kurven genannt wird. Ansonsten geht es im östlichsten Ort von Rheinland-Pfalz eher ruhig und beschaulich zu. Auwälder, Wiesen und Seen bestimmen das Landschaftsbild dieser 1650 Jahre alten Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis.

Ortsbürgermeister Volker Mansky (Quelle: DIE RHEINPFALZ | 03.07.2020 | Text & Foto: Stephanie Bräunling)Der Ortsname Altrip geht auf das Kastell Alta Ripa zurück, das im Jahr 369 unter dem römischen Kaiser Flavius Valentinian gegründet wurde. Die in einer Rheinschleife liegende Gemeinde ist umgeben von zahlreichen Gewässern und Wäldern. „Das Naherholungszentrum ,Blaue Adria‘ ist mit seinen Bagger- und Badeseen ein beliebtes Ziel für die gesamte Region“, erzählt der Ortsbürgermeister Volker Mansky. Sandstrände und Dünen vermitteln ein bisschen das Gefühl, am Meer zu sein. „Und wenn die Sonne hinter dem See untergeht, ist es hier einfach herrlich“, schwärmt Mansky. So ist es kaum verwunderlich, dass an Wohnungen und Häusern in der Gemeinde eine große Nachfrage besteht. „Pro freiwerdende Wohnung haben wir drei bis vier Bewerber“, berichtet der Ortsbürgermeister. Von privat werde zurzeit ehemalige Gewerbefläche in Wohnraum umgewandelt, weitere Wohnmöglichkeiten in allen Varianten sollen geschaffen werden. Kindergärten und eine Grundschule gibt es vor Ort, zu den weiterführenden Schulen gelangen die Schüler mit dem Bus: „Die Verkehrsanbindung dorthin ist gut“, findet Mansky. Wie überhaupt der öffentliche Nahverkehr in Richtung Ludwigshafen; die Anbindung nach Mannheim möchte er dagegen noch besser gestalten. „Wir sind sehr nah an der Metropolregion, mit dem Auto ist das auch gar kein Problem“, sagt er. Über zwei Bundesstraßen sind linksrheinisch alle großräumigen Anschlüsse gut erreichbar, nach Mannheim führt eine Autofähre.

Blick vom Wasserturm: Im Vordergrund das Rathaus, links dahinter das Bildungs- und Kulturzentrum Maxschule. Auf dem Partnerschaftsplatz davor findet der Wochenmarkt statt. (Quelle: DIE RHEINPFALZ | 03.07.2020 | Text & Foto: Stephanie Bräunling) Raus aus dem Ort muss man nicht zwingend: „Wir haben drei Vollsortimenter, einen am Ortseingang, einen in der Mitte, einen am Ende“, führt Mansky aus. „Und seit Anfang Mai auch einen Wochenmarkt.“ Auf dem Partnerschaftsplatz hinter dem Rathaus werden insbesondere Obst und Gemüse von regionalen Bauern, Geflügel und Wild, Blumen und Gewürze angeboten – und die Möglichkeit, bei einem Espresso ein Schwätzchen zu halten. Die Zeit können die Marktbummler dabei nicht vergessen: Gegenüber steht der 36,5 Meter hohe Wasserturm, das Altriper Wahrzeichen. Die auf jeder Seite angebrachten Ziffernblätter sind weithin sichtbar, die ganz oben in einer Laterne untergebrachten Glocken läuten im Viertel- und im Stundentakt.

Kultur und Sport gibt es reichlich in Altrip. „Wir haben über 70 Vereine, die da sehr engagiert sind“, erzählt der Bürgermeister. Eine Arbeitsgemeinschaft von allen Vereinen konzentriere sich auf Traditionsveranstaltungen wie Kerwe, Weihnachtsmarkt, Sommertagsumzug und Vatertagsfest. „Besonders aktiv ist der Heimat- und Geschichtsverein“, lobt Mansky. Dieser erforscht die lange Vergangenheit Altrips, sammelt Fotos, Bilder, Geschichten und Anekdoten. „Darüber hinaus hat der Verein im vergangenen Jahr bei unserer 1650-Jahrfeier mehr als 70 Veranstaltungen federführend geleitet.“ Auch ein Trachtenverein repräsentiert den Ort: Sie zeigen ihre mühevoll rekonstruierten und selbst genähten Trachten bei Veranstaltungen und Umzügen.

(Quelle: DIE RHEINPFALZ | 3. Juli 2020 | Text & Fotos: Stephanie Bräunling)
Diese Website nutzt Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website bieten zu können.