Schulzeit weckt Erinnerungen

Aus der ehemaligen Schillerschule wurde das heutige Reginozentrum

Vor zwei Wochen haben wir in unserem Rätsel „Geschichte und Geschichten” ein Bild der ehemaligen Altriper Schillerschule gezeigt. Seit 1981 ist sie zum Teil des Reginozentrums geworden.

Wurde später zur Schillerschule: Das Bild zeigt den Bauplan des Hitler-Jugend-Heims, das zum Teil fertiggestellt wurde. Nur der erste Bauabschnitt wurde errichtet. reprO: JUNK

Als Heim der Hitler Jugend (HJ) sei das Gebäude 1939 erbaut worden. Doch aufgrund des Zweiten Weltkrieges sei nur ein Bauabschnitt fertiggestellt worden, erzählt Horst Hook vom Heimat- und Geschichtsverein Altrip. Nach dem Krieg sei das Gebäude an einen Schreiner verkauft worden, die Gemeinde habe es jedoch wieder zurückerworben. „1955 wurde es als Schule eingeweiht”, weiß Hook. Bis 1972, als die Albert -Schweitzer-Schule gebaut war, sei das Gebäude als Schule genutzt worden.

Einige Jahre stand die Schillerschule leer, bevor 1977 entschieden wurde, das Gebäude für eine neue Nutzung umzubauen und zu erweitern. Der damalige Altriper Bürgermeister Willi Kotter habe den Grundstein gelegt, erzählt Horst Hook. Am 23. Januar 1981 wurde das neue Reginozentrum schlussendlich eingeweiht und bietet seitdem Platz für Veranstaltungen und Feierlichkeiten aller Art in der Gemeinde.

An ihre Zeit in der Schillerschule kann sich Gisela Rodach noch sehr gut erinnern: „Ich war dort in der siebten und achten Klasse in der Volksschule.” Mit 20 Mädchen und neun Jungs sei sie in den Jahren 1959 und 1960 in eine Klasse gegangen. Da hätten es die Jungen nicht immer leicht gehabt, gibt die 64-Jährige, die heute in Otterstadt lebt, schmunzelnd zu.

Auf dem Bild habe sie ihre ehemalige Schule sofort erkannt: „Das hat Erinnerungen wach gerufen. Es war eine schöne und unbeschwerte Zeit.” Die Lehrer seien zwar streng gewesen, „aber heute weiß ich, dass uns das nicht geschadet hat.”

Auch Walter Hartmann hat seine ehemalige Schule sofort wieder erkannt. „Ich bin dort drei Jahre zur Schule gegangen”, berichtet er. An einen Lehrer kann er sich noch besonders gut erinnern: „In der sechsten und siebten Klasse hatte uns der Lehrer Sorge unterrichtet.” Mit ihrem Lehrer beschlossen die Schüler, ein Fischbecken anzulegen. „Zum Schluss hatten wir ein Fischbecken für Warmwasserfische und zwei Becken für Kaltwasserfische. Da ich der Sohn des letzten Berufsfischers war, hatte ich die Aufgabe, die Becken zu pflegen. Einmal brachte ich sogar Aale mit in die Schule. Das Pflegen der Becken hat uns Schüler natürlich viel Spaß gemacht.”

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Marktplatz regional - 25. April 2012 | Von Constanze Junk)

(Repro: Junk)

Geschichte und Geschichten

Im 16. Teil unseres Rätsels „Geschichte und Geschichten' sind Ihre Erinnerungen gefragt. Welche Geschichte(n) verbinden Sie mit diesem Foto? Schreiben Sie uns per Post an die RHEINPFALZ, Redaktion „Marktplatz regional”, Kaiser-Wilhelm-Straße 34, 67059 Ludwigshafen, per Fax an 0621 5902856 oder per E-Mail. Einsendeschluss ist Mittwoch, 18. April. Wir verlosen das Buch „Geschichte des pfälzischen Handwerks”. (red/Repro: Junk)

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Marktplatz regional - 11. April 2012)