Zugteilnehmer sind kreativ

Altrip feiert Fischerfest - Umzug findet viel Anklang

Viele Zuschauer aus der Rheingemeinde sowie umliegenden Dörfern haben am Sonntag gut gelaunt den Fischerfest-Umzug in Altrip verfolgt. Dabei fanden die 21 Zugnummern großen Anklang.

Bereits vor dem Start um 14 Uhr füllten sich die Gehwege in der Parkstraße zusehends mit Menschen jeden Alters. Sie warteten voller Vorfreude darauf, dass sich der Zug von der Moltkestraße aus in Bewegung setzt. Überall wurden die Kameras gezückt und eifrig die besten Einstellungen und Positionen gesucht. Niemand sollte auch nur das kleinste Detail des Spektakels verpassen.

Der genaue Blick lohnte denn auch. Die Umzug-Teilnehmer bewiesen bei Motivwagen und Kostümen gleichermaßen ihre Kreativität. So repräsentierten Vertreter der Imkerei Danninger ihre Zunft in voller Imker-Schutzmontur und im schwarz-gelben Bienen-Anzug. Die Sportangler gingen bisweilen auch unter der Zuschauermenge auf Beutefang, und die Modelleisenbahner zogen mit einer kleinen schwarzen Lokomotive durchs Dorf, aus deren Schornstein tatsächlich Dampf in den Altriper Himmel emporstieg.

Besonders gut gefiel Daniela Lurz der Auftritt der Geschwister-Scholl-Kindertagesstätte (Kita), bei dem Kinder, Eltern und Erzieherinnen in blaue Kostüme gehüllt und Hand in Hand durch die Straßen zogen. Überhaupt zeichne sich das Fischerfest durch seine außergewöhnliche Kinderfreundlichkeit aus, sagte die Altriperin. „Bei den meisten anderen Festen gibt es vor allem Ess- und Trinkbuden. Hier in Altrip wird sehr viel getan, um den Nachwuchs glücklich zu machen. So war der Samstagnachmittag den Jungen und Mädchen gewidmet, mit lauter tollen Angeboten.”

Für Lurz ist das einer der Gründe, warum das Fischerfest ein fester Termin in ihrem jährlichen Kalender ist. So verfolgte sie auch dieses Jahr wieder bereits die Eröffnung mit der Fischerkönigin am Freitag, die sie sehr schön fand. „Das Feuerwerk werde ich mir auch nicht entgehen lassen”, kündigte sie an.

Daneben bewiesen die Mitglieder des Tennisklubs Einfallsreichtum: An einem tragbaren Netz simulierten sie eine Partie Tennis. Der Kanu-Club wiederum hatte mehrere seiner Gefährte im Gepäck. Etwas auf die Ohren gab es vom Musikverein Oggersheim, dem Musikzug Birkenheide, der Sängereinheit Altrip und den Fasnachtern der Wasserhinkle. Und die Feuerwehr stellte klar: „Wir brauchen keine Nummer, wir sind eine.”

Sobald sämtliche Teilnehmer vorübergezogen waren, machte sich die zufriedene Menge auf den Weg zum nahegelegenen Festgelände. Und ein Fahrer mit Bad Dürkheimer Kennzeichen, der sich nach dem Weg erkundigte, bewies, dass der Lockruf der Veranstaltung weit reicht.

Drei von 21 Zugnummern: der Trachtenverein, der Kanu-Club und die Fischerfestkönigin mit Gefolge. FOTOS: LENZ

(Quelle: DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau - 3. Juli 2012 | Von  Markus Müller)