ZUR SACHE: Die Glocken am Altriper Wasserturm

Glocke von unten. FOTO: GHXUm zu den beiden Glocken in der Spitze des Altriper Wasserturms zu kommen, muss man durch den Wasserbehälter. Aber schwimmen können muss man deshalb nicht, nicht einmal nasse Füße in Kauf nehmen. Dafür bekommt man die seltene Gelegenheit, Platzangst und Höhenangst gleichzeitig zu bekommen. Eine senkrechte Eisenleiter führt durch einen Tunnel. Der Durchmesser der Betonröhre misst etwa 75 Zentimeter. Schaut man nach unten, scheint die dünne Eisenleiter ins Bodenlose zu führen. Über dem Wasserbehälter gibt es einen Raum mit Fenstern, und über diesem Raum ist endlich der Glockenstuhl. 

Dass von einem Wasserturm die Stunde schlägt, ist selten. Aber laut Bürgermeister Jacob wollte man den Bürgern regelmäßig die genaue Uhrzeit durchgeben – sogar nachts. Die größere Stundenglocke hat einen Durchmesser von 75 Zentimetern und wiegt etwa 145 Kilogramm. Von ihr ertönt ein „Dis“. Sie hängt seit 1957 hier, ihre Vorgängerin ist in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verschwunden. Die kleinere Glocke darüber hängt seit Fertigstellung des Turms im Jahr 1927 hier. Sie hat einen Durchmesser von 63 Zentimetern, wiegt 90 Kilo und gibt ein „Fis“ von sich. (btw/ghx) 

(DIE RHEINPFALZ vom 30.06.2015)