1952 gegründet: Tischtennis-Club Altrip

8. Mai 2022

Der „1. Tischtennis-Club Altrip" wurde am 8. Mai 1952 gegründet, die „Wurzeln“ reichen jedoch bereits zurück in das Jahr 1946.

Tischtennis im Hinterhof der „Krone“ in Altrip.

Tischtennis im Hinterhof der „Krone“ in Altrip.

Damals gelang es dem 17-jährigen Werner Oster, viele Jugendliche für den „kleinen weißen Ball“ zu begeistern. Da es die benötigten Sportutensilien noch nicht zu kaufen gab, wurde improvisiert. Schläger wurden aus Sperrholzplatten ausgesägt und mit dickem Tuch überzogen, und ehe die erste Tischtennisplatte zusammengezimmert wurde, mussten Wirtshaustische genügen.

Nach einem Herumvagabundieren im „Schwanen“, dem „Himmelreich“ und der „Krone“ gab es in der „Baumann-Kantine“ ein erstes festes Domizil. 1949 schlossen sich die Tennisspieler als eigene Abteilung der Sportvereinigung, dem heutigen Turn- und Sportverein, an. Im Jahr 1952 wurde der „Karpfen“ zum Übungslokal auserkoren. Nachdem die A- und die B-Mannschaft jeweils einen Meistertitel errungen hatten, stieg am 26. April 1952 der erste Meisterschaftsball. Nach mangelnder Unterstützung durch den Turn- und Sportverein gründete Werner Oster wenige Tage später den „1. Tischtennis-Club 1952 Altrip“.

Die ersten organisierten Altriper Tischtennisspieler.

Die ersten organisierten Altriper Tischtennisspieler.

Nach Beendigung ihrer Kriegsgefangenschaft in England, wo der Tischtennissport stark verbreitet war, verstärkten etliche junge Männer das Altriper Team. Zu den Stützen des jungen Vereins gehörten Robert Hauk, Heinz Hook, Willi Waffenschmidt und Horst Engelberger, der für die Jugendarbeit zuständig war. 1956 beteiligte sich der TTC bereits am Deutschen Turn- und Sportfest in Leipzig, und 1959 errang Theo Schneider gar die Pfalzmeisterschaft im Einzel. 1969 verfügte der Verein mit einer Trainingsmaschine, einem sogenannten „Roboter“, über optimale Trainingsbedingungen.

Doch dann gab es räumliche Probleme. Nach einer dreijährigen Odyssee durch Schulsäle, einer notdürftig hergerichteten Baracke und diversen Gaststätten-Nebenzimmern fiel der Verein in einen siebenjährigen Dornröschenschlaf. Erst 1981 wurde er wieder reaktiviert.

Wolfgang Schneider, 2002

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