Eine Schenkung von König Pippin

13. August 2022

Altrip hat eine sehr lange Geschichte. Bereits vor mehr als 1.260 Jahren spielte der Ort eine wichtige Rolle.

Pippin III.

Pippin III. (714-768), König von Frankreich

Am 13. August 762 schenkte König Pippin III. dem Eifelkloster Prüm die dem heiligen Medard geweihte „cella Altrepio“, also die Klosterzelle in Altrip. Zu dieser Schenkung gehörten auch große Ländereien und weitere Besitzungen.

Später erhielt Altrip weitere bedeutende Rechte und Güter. Von Karl dem Großen bekam der Ort den Zehnten vom Königsgut in Neckarau. Der Zehnte war damals eine wichtige Abgabe, die den Besitz und die Einnahmen des Klosters vergrößerte. Von Ludwig dem Frommen erhielt Altrip außerdem eine Kirche, die auf diesem Königsgut errichtet worden war.

Rund 100 Jahre nach der Schenkung hatte sich Altrip zu einem wichtigen wirtschaftlichen Mittelpunkt entwickelt. Von hier aus wurden die umfangreichen Besitzungen des Klosters Prüm am südlichen Mittel- und Oberrhein verwaltet. Das zeigt, welche große Bedeutung Altrip im frühen Mittelalter hatte.

Bis heute ist jedoch nicht bekannt, wann die Klosterzelle in Altrip genau erbaut wurde. Auch der Zeitpunkt ihres Untergangs ist unbekannt.

Neuere Forschungen vermuten überdies eine Verbindung zum Kloster Sankt Medard in Soissons in Frankreich. Der Grund dafür ist das sogenannte Patrozinium, also der Schutzheilige der Klosterzelle. Da sie dem heiligen Medard geweiht war, könnte dies auf eine Verbindung zu dem französischen Kloster hindeuten. Diese Annahme wird aus dem Patrozinium abgeleitet, ist jedoch nicht eindeutig belegt.

(Fakten: Wolfgang Schneider, 2002)

Info:
Pippin III., genannt auch Pippin der Jüngere, Pippin der Kurze und Pippin der Kleine (* 714; † 24. September 768 in Saint-Denis bei Paris) war ein fränkischer Hausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger und seit 751 König der Franken. Er war der Sohn Karl Martells und der Vater Karls des Großen.

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