Goldraub im Rathaus

4. Oktober 2021

Im Oktober 1931 machte in Altrip das aufsehenerregende Gerücht vom angeblichen „Goldraub im Rathaus“ die Runde und sorgte zunächst für erhebliche Unruhe in der Bevölkerung. Schnell wurde darüber spekuliert, ob Gemeindevermögen auf unrechtmäßige Weise verschwunden sei.

Schon bald stellte sich jedoch heraus, dass an den Vorwürfen nichts dran war. Vielmehr hatte sich der Bürgermeister lediglich 100 Goldmark und ein Gemeindebeamter 30 Goldmark als Erinnerungsstücke aus der Gemeindesparkasse aushändigen lassen – und dies ordnungsgemäß gegen Bezahlung.

Die Gemeindesparkasse verfügte zu diesem Zeitpunkt noch über einen Bestand von insgesamt 1100 Mark in Gold. Der überwiegende Teil dieses Bestandes wurde jedoch, wie damals üblich, an die Reichsbank abgeführt. Somit entpuppte sich das zunächst kursierende Gerücht letztlich als unbegründet.

Deutsche Goldmark (Foto: scheideanstalt.de)

 

Jürgen Hajok (Fakten: Wolfgang Schneider, 2001 | Foto: scheideanstalt.de)

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