Im Jahre 451 überquerten hunnische Heerscharen unter Attila zu Zehntausenden die Rheinfurt bei Altrip – so berichtet es zumindest die regionale Überlieferung. (Quelle: Wolfgang Schneider, 2001)
Der Rhein bildete damals eine wichtige Grenze des weströmischen Reiches und war an Furten strategisch besonders bedeutend. Attilas Zug richtete sich gegen Gallien und löste große Unruhe unter Römern und Germanenstämmen aus. Auf ihrem Marsch plünderten die Hunnen zahlreiche Siedlungen und zwangen Verbündete wie Gegner zum Handeln.
Der weitere Weg führte nach Westen bis in die heutige Champagne. Dort kam es noch im selben Jahr zur berühmten Schlacht auf den Katalaunischen Feldern. Ein römisch-westgotisches Heer stellte Attila und stoppte seinen Vormarsch. Das Ereignis gilt als einer der entscheidenden Wendepunkte der Spätantike in Westeuropa.



