Am 10. Oktober 2018 wurde Altbürgermeister Michael Marx auf dem Altriper Friedhof zur letzten Ruhe gebettet. Er war von 1967 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1979 hauptamtlicher Bürgermeisters der Gemeinde Altrip und hat in dieser Zeit entscheidend zur Entwicklung von Altrip beigetragen. Im gleichen Zeitraum oblag ihm auch die Geschäftsführung der Rheinfähre Altrip GmbH. Michael Marx verstarb im stolzen Alter von 101 Jahren. Sein Name wird ewig mit der Geschichte der Gemeinde Altrip verbunden sein, und wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Michael Konrad Marx
* 29. September 1917 – † 12. Oktober 2018
verh. mit Gertrude geb. Wein (* 28.10.1919 – † 12.04.2001)
von 1938 bis 1979 im Öffentlichen Dienst, davon
von 1967 bis 1979 hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Altrip
Erfolge, Ereignisse und Besonderes in seiner Amtszeit:
1967
Bürgermeister Michael Marx tritt sein Amt an.
Erstmals wird eine „Miss Adria“ im Naherholungsgebiet gewählt.
Wegen der Verkehrsmisere in der Ortsdurchfahrt Rheingönheim, versucht Bürgermeister Michael Marx den Giulini-Werksweg zu verbreitern und für die Altriper, evtl. mit Ausweis, freizubekommen, was jedoch scheitert.
Der katholische Kindergarten „Regino“ wird eingeweiht.
1969
Leichenhalle und Friedhofskapelle werdeneingeweiht und der Friedhof erweitert.
Die Festhalle im Waldpark wird errichtet.
Die 1600-Jahrfeier der Gemeinde wird mit einem historischem Umzug gefeiert.
Bürgermeister Michael Marx kämpft erfolgreich für die weitere Selbständigkeit der politischen Gemeinde.
1970
Die Altriper lehnen in einer Bürgerbefragung eine Eingemeindung nach Ludwigshafen ab.
Im Auftrag der Gemeinde erscheint das Buch „Altrip – Portrait eines Dorfes“ der Autoren Maurer/Kirsch, zu der Bürgermeister Michael Marx auch einen Beitrag schreibt.
Der südliche Teil des „Neuhofener Altrheins“ wird Naturschutzgebiet (NSG);
1971
Bürgermeister Michael Marx überbringt Wilhelm Michael Schneider (1891-1975), der unter den Pseudonymen „Perhobstler“ und „Wilhelm Michael“ schriftstellerisch tätig ist, die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger nach Frankfurt.
In der wasserreichsten Gemeinde wird die DLRG Altrip gegründet und von Bürgermeister Michael Marx gefördert (800qm Gelände werden pachtzinsfrei für 50 Jahre zugeteilt).
1972
Die Albert-Schweitzer-Schule wird eingeweiht, alle Raumsorgen sind damit erledigt.
Erstmals verzeichnet das Standesamt Altrip keine einzige Hausgeburt mehr, ebenso auch keinen Geburtenüberschuss.
1973
Die erste Fischerfestnachfeier mit Altbürgern der Umlandgemeinden ist ein großer Erfolg.
Bürgermeister Michael Marx kämpft mit Erfolg gegen die geplante Kiesausbeute der Horreninsel.
1974
Das elektrische Ortsnetz wird lukrativ an die Pfalzwerke verkauft.
Bürgermeister Michael Marx erreicht als Geschäftsführer der Rheinfähre Altrip GmbH eine Reduzierung des Gemeindeanteils am Stammkapital von 40 auf 20 Prozent.
1975
Es ist ein extremes Schnakenjahr.
Der Gemeinderat beschließt den Umbau der Schillerschule in ein Jugend- und Vereinszentrum (Reginozentrum) mit Altenstube, das heutige Reginozentrum. Ein Architektenwettbewerb, die Planung und Bauausschreibung sowie die Vergabe der Bauarbeiten fallen noch in die Amtszeit von Bürgermeister Michael Marx.
1976
Der Protestantischer Kindergarten an der Kirche wird eingeweiht.
1977
5000 Teilnehmer kommen zum größten Seniorentreffen der Pfalz in den Altriper Waldpark.
Die Verbindungsstraße zwischen K12 und K13 wird fertiggestellt und stellt seither eine gute Anbindung an die Rennbahn „40 Morgen“ und dem Gewerbegebiet dar.
Die einstige Residenz, einer der bedeutendsten Ziegeleibetriebe der Pfalz, die sogenannte „Villa Baumann“ in Altrip, wird abgerissen und weicht einem neuen Wohngebiet.
1978
Als Gemeindezentrum der protestantischen Kirche wird das Dietrich-Bonhöfer-Haus errichtet..
Die „Horreninsel“, ein Gebiet mit 55 Hektar, wird unter Naturschutz gestellt.
1979
Der Überleitungskanal nach Ludwigshafen wird in Betrieb genommen und die Kläranlage in Altrip stillgelegt.
Eine Partnerschaft mit „Altrippe“ in Lothringen witd besiegelt. Bürgermeister Michael Marx wird Ehrenpräsident des Bergwerksvereins Altrippe.
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