Am 4. September 2002 eröffnete die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) in Neustadt an der Weinstraße das Planfeststellungsverfahren für den geplanten Hochwasserpolder im Bereich der Gemeinden Altrip, Neuhofen und Waldsee. Das Vorhaben soll bei extremem Rheinhochwasser Wasser zurückhalten und so flussabwärts gelegene Gebiete vor Überschwemmungen schützen.
In Altrip stieß die Planung jedoch von Anfang an auf großen Widerstand. Viele Bürgerinnen und Bürger befürchteten Nachteile für ihre Gemeinde, darunter eine Verschärfung der Druckwassersituation, mögliche Schäden an Gebäuden sowie Einschränkungen durch die geplanten Flutungen. Die Ablehnung zeigte sich auch in den 1.425 Einwendungen, die während des Verfahrens bei der Genehmigungsbehörde eingingen.
Der Polder ist bis heute eines der umstrittensten Projekte in der Region. Während das Land Rheinland-Pfalz ihn als wichtigen Bestandteil des Hochwasserschutzes betrachtet, lehnt ein großer Teil der Altriper Bevölkerung das Vorhaben weiterhin entschieden ab und setzt sich für alternative Lösungen ein.
Jürgen Hajok, 2012


