Seit 1976 im Einsatz gegen die Schnakenplage am Rhein

11. März 2026

Brutstätte im Auwald © Xenia Augsten, KABS e.V.

Brutstätte von Überschwemmungsstechmücken im Auwald
© Xenia Augsten, KABS e.V.

Am 11. März 1976 gründete der Landrat des Kreises Ludwigshafen, Paul Schädler, zusammen mit 20 Gemeinden – darunter auch Altrip – die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS). Hintergrund war die seit Langem bekannte starke Belastung der Rheingemeinden durch Stechmücken, die in den wasserreichen Rheinauen ideale Brutbedingungen finden. Ziel der neuen Einrichtung war es, die Lebensqualität der Bevölkerung in den betroffenen Orten deutlich zu verbessern.

Heute gehören nahezu alle Gemeinden entlang des Rheins zwischen der Schweizer Grenze und Rheinhessen sowie die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg der Kabs an. Rund 80 feste Mitarbeiter sowie zahlreiche Saisonkräfte kümmern sich insbesondere in den Sommermonaten um die Bekämpfung der Mücken.

Anfangs setzte man zur Eindämmung der Plage noch herkömmliche Insektizide ein. Diese Methoden wurden jedoch bald aufgegeben, da sie auch andere Tiere in den empfindlichen Auenlandschaften schädigten. Stattdessen entwickelte man umweltverträglichere Verfahren, bei denen nur eingegriffen wird, wenn eine größere Menge von Mückenlarven festgestellt wird.

Seit den 1980er Jahren verwendet die Kabs vor allem das biologische Mittel BTI, das gezielt gegen Mückenlarven wirkt und andere Lebewesen weitgehend schont. Die Ausbringung erfolgt je nach Lage der Brutgebiete entweder von Hand oder aus der Luft.

In jüngerer Zeit beschäftigt sich die Organisation zudem verstärkt mit der aus den Tropen stammenden asiatischen Tigermücke, die sich seit den 2000er Jahren auch in Deutschland ausbreitet und als möglicher Überträger verschiedener Krankheiten gilt.

(Faktenquelle: DIE RHEINPFALZ | Foto: © Xenia Augsten, KABS e.V.)

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