Gierfähre

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Die alte Altriper Gierfähre

Nachdem die früheren Gierfähren bei Altrip nur für Personen und Karren zugelassen waren, erhielt die Gemeinde 1906 die Genehmigung für den Betrieb mit leichten Fuhrwerken vom Badischen Ministerium des Innern und 1907 von der Königlich-Bayrischen Regierung der Pfalz. Für den Fährbetrieb waren stets die Genehmigungen von zwei Ländern nötig, zuerst von Bayern und Baden und später von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg …

Aufgebrachte Kicker attackierten Fährmann

Ein Fährabenteuer der besonderen Art erlebte im Jahr 1926 der Altriper Ortsgendarm, das ihm fast das Leben gekostet hätte. Mitte Januar setzte an einem Sonntag spät abends eine ganze Abteilung von Sportlern des Vereins für Leibesübungen (VfL) Neckarau von Altrip über den Rhein. Mit dem Fährmann, der das Schiff von der Gemeinde gepachtet hatte, gab es eine wüste Auseinandersetzung um den Überfahrtspreis. Der „Ferge“ wollte von jedem Fahrgast den doppelten Tarif „weil Sonntag war“ und dachte nicht im Traum an eine Gruppenermäßigung, wie sie die Sportler forderten.

Als „Marianne“ die versenkte Gierfähre ersetzte

In der Nacht zum 22. März 1945 versenkte ein Wehrmachtkommando die Altriper Gierfähre. Die bis zu zwei Dritteln nach Mannheim orientierten Altriper Berufspendler waren plötzlich von ihren Arbeitsplätzen abgeschnitten. Erst am 26. April 1946 wurde der Pendelverkehr mit dem Motorboot „Marianne“ wieder aufgenommen.

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