Am 20. März 1931 kam es in der Gemeinde anlässlich der Neuverpachtung der gemeindlichen Rheinfähre an den Schiffer Philipp Hört zu erheblichem Ärger unter den Fährbenutzern. Die Gemeinde hatte nämlich festgelegt, dass Fahrkarten nicht direkt an der Fähre, sondern in der Privatwohnung des Fährmannes abgeholt werden mussten. Für viele Nutzer erwies sich diese Regelung als äußerst unpraktisch, da …
Rheinfähre
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Die alte Altriper Gierfähre
Nachdem die früheren Gierfähren bei Altrip nur für Personen und Karren zugelassen waren, erhielt die Gemeinde 1906 die Genehmigung für den Betrieb mit leichten Fuhrwerken vom Badischen Ministerium des Innern und 1907 von der Königlich-Bayrischen Regierung der Pfalz. Für den Fährbetrieb waren stets die Genehmigungen von zwei Ländern nötig, zuerst von Bayern und Baden und später von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg …
Aufgebrachte Kicker attackierten Fährmann
Ein Fährabenteuer der besonderen Art erlebte im Jahr 1926 der Altriper Ortsgendarm, das ihm fast das Leben gekostet hätte. Mitte Januar setzte an einem Sonntag spät abends eine ganze Abteilung von Sportlern des Vereins für Leibesübungen (VfL) Neckarau von Altrip über den Rhein. Mit dem Fährmann, der das Schiff von der Gemeinde gepachtet hatte, gab es eine wüste Auseinandersetzung um den Überfahrtspreis. Der „Ferge“ wollte von jedem Fahrgast den doppelten Tarif „weil Sonntag war“ und dachte nicht im Traum an eine Gruppenermäßigung, wie sie die Sportler forderten.
Die neue Rheinfähre ist angekommen
Am Sonntag, 19. Oktober 2025, ist die neue Rheinfähre in Altrip angekommen – nach einer Reise rheinaufwärts von der Lux-Werft in Mondorf bei Bonn zu ihrem neuen Einsatzort am Altriper Anleger. Der moderne Neubau ersetzt die bisherige Fähre „Gerda“, die über 34 Jahre lang den Fährbetrieb zwischen Altrip und Mannheim sichergestellt hat. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte dieser für Pendler und Radfahrer gleichermaßen wichtigen Verbindung zwischen der Pfalz und Baden.
Erste Altriper Motorfähre auf der Elbe unterwegs
Am 9. Januar 1992 war es dann so weit: Die neue Altriper Fähre wurde von der waschechten Kurpfälzer Conférencière, Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin Elsbeth Janda getauft und Karl-Heinz Büchel sah dabei zu. Allerdings konnte er das alte Fährschiff dann nicht gleich nach Hamburg „mitnehmen“, zuerst musste es noch wegen vier großer Löcher im Schiffsboden in entgegengesetzter Richtung auf die Werft. Mitten im Winter lebte Karl-Heinz Büchel drei Wochen lang bei bis zu neun Grad minus in einen Campingwagen auf der Fähre.
Fähre erzielt 23.100 Mark
Im Jahr 1951 erzielte die im Besitz der Gemeinde Altrip befindliche Gierfähre bei der jährlichen Versteigerung 23.100 Mark für das Gemeindesäckel. Die Fähre wurde jeweils für die Dauer eines Jahres verpachtet. Der Fahrpreis betrug pro Person zehn Pfennige und die Fußgänger-Monatskarte kostete eine Mark. Ab 1951 hatten die Fährleute an Bord die Funktion eines Hilfspolizisten.
Als „Marianne“ die versenkte Gierfähre ersetzte
In der Nacht zum 22. März 1945 versenkte ein Wehrmachtkommando die Altriper Gierfähre. Die bis zu zwei Dritteln nach Mannheim orientierten Altriper Berufspendler waren plötzlich von ihren Arbeitsplätzen abgeschnitten. Erst am 26. April 1946 wurde der Pendelverkehr mit dem Motorboot „Marianne“ wieder aufgenommen.


