Am 2. Januar 1926 erhielt Altrip die Berechtigung, ein eigenes Wappen zu führen. Schon zehn Jahre zuvor hatte Bürgermeister Ignatz Baumann ein entsprechendes Gesuch gestellt. Nach fast einjährigem Warten wurde damals das Gesuch abgelehnt. Das Großherzogliche badische Landesarchiv in Karlsruhe bat für Altrip „erbietigst um geneigte Erwirkung der Allerhöchsten Genehmigung zur Führung des Gemeindewappens im Gnadenweg“.
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Viel Wissen und ein großer Fehler
Intellektueller, Historiker und Zeitkritiker: Der Kaufmann Hermann Provo (1845-1918) hat 1910 die erste Altriper Ortschronik herausgebracht. Dabei war ihm ein Fehler unterlaufen, der lange nachwirkte: Er ging davon aus, dass Altrip schon im Jahr 10 vor Christus gegründet worden sei. Damit lag er knapp 400 Jahre daneben ...
Weihnachten 1945
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand die Rheingemeinde Altrip vor enormen Herausforderungen. Der kommissarische Bürgermeister Fridolin Braun versuchte gemeinsam mit einem eingesetzten Beirat, die Lebensverhältnisse unter schwierigsten Bedingungen zu stabilisieren …
Erste Bomben auf Wohngebiet
In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1940 wurde die Gemeinde Altrip erstmals unmittelbar vom Kriegsgeschehen getroffen, als Bomben auf bewohntes Ortsgebiet fielen.
Für die Bevölkerung bedeutete dieser Angriff einen tiefen Einschnitt, da der Krieg nun nicht mehr fern, sondern im eigenen Zuhause spürbar war. Zahlreiche Menschen wurden im Schlaf überrascht und suchten Schutz in Kellern oder Notunterkünften.
Im strömenden Regen auf Bischof gewartet
Heute vor 65 Jahren, am 11. Dezember 1955, war für die Altriper Katholiken ein besonderer Tag der Freude, denn zwölf Jahre nach der Zerstörung ihrer Kirche durch einen Luftangriff wurde ein neues Gotteshaus eingeweiht. Altrip war damals eine Filialkirche von Waldsee. Der dortige Pfarrer Gottfried Knecht hatte sich sehr für den Wiederaufbau der Kirche eingesetzt. Bereits morgens um 8 Uhr...
Die „Villa Baumann“
Ein paar hundert Meter vor dem Altriper Ortsschild baute die Ziegelei-Unternehmerfamilie Baumann 1922/23 nach den Plänen von Architekt Gustav Hook aus Neuhofen eine repräsentative Villa in Anlehnung an den klassizistischen Baustil. Der Plan war bereits Jahre zuvor gereift, doch erst nach dem 1. Weltkrieg als die Baubranche danieder lag, war Zeit und freie Kapazität für ein solches Projekt. Das Gebäude, das in einem großen Park lag, war zugleich auch ...
Niemand will Risiko und Organisation übernehmen
Ein Samstagnachmittag in den 1950ern in Altrip
Das Ehepaar Erna und Karl S. saß, was in letzter Zeit selten vorkam, mit Sohn Erwin (16) und Tochter Elke (17) auch nach dem Mittagessen noch einige Zeit am Küchentisch. Schnell stellte sich heraus, dass dies einen handfesten Grund hatte. Nach einer bedrückenden Pause sprudelte es aus Erwin geradezu heraus: „Demnächst werde ich Sechzehn und da möchte ich gern ein „Raumo“. (Das war ein steuer- und führerscheinfreies Moped und kamaus Rheingönheim.) „Wenn dann mal etwas dran ist, dann…“ Doch der Vater unterbrach ihn ziemlich wirsch ...
Ein bedeutender Autor des Mittelalters
Obwohl seit 380 das Christentum im Römischen Reich Staatsreligion war, gab es in der Berichterstattung und in Chroniken keine einheitliche Jahresfolge, sondern es wurden zumeist Regierungsjahre der Kaiser, die Märtyrer-Ära Diokletians, die Zeit ab der Gründung Roms oder gar die Zeit „seit Erschaffung der Welt“ angeführt. Die heutige Anno-Domini-Zeitrechnung wurde häufig Dionysius Exiguus (gestorben 556) zugeschrieben. Doch erst der Mönch Regino war es, der als erster in seiner Weltchronik konsequent von Christi Geburt bis 906 durchgängig die Ereignisse mit „im Jahr der Fleischwerdung des Herrn“ beschrieb.
Zuerst nur für ein Winterhalbjahr geplant
Vor 70 Jahren, am 8. November 1955, begrüßte Altrips Bürgermeister Philipp Hermann Hook den Speyerer Professor Gruber zur ersten Veranstaltung des örtlichen Volksbildungswerkes. Gruber referierte über „Reichtum, Schönheit und Wert der heimischen Landschaft”, und Hook war erfreut, dass so viele Gemeinderäte und Lehrer gekommen waren, ebenso wie Schüler der achten Volksschulklasse...





