Der Altriper Heimatforscher Wolfgang Schneider erhielt von einem Bekannten eine Zeitungs-Doppelseite des „Mannheimer Tageblatt“. Sie stammt aus der Osterausgabe des Jahres 1933. Darin befindet sich ein großer Artikel über Altrip mit dem Titel „Ein Kaiser gründete Altrip“. Herr Schneider stellte uns diese besondere Zeitung für die Veröffentlichung auf unserer Homepage zur Verfügung
Altrip
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Instruktion für die Leidtragenden
Im Jahr 1911 legte die Gemeinde Altrip in einer „Instruktion“ fest, dass die „Leidtragenden, welche die Leiche begleiten, unmittelbar hinter dem Leichenwagen zu gehen haben. Und hinter diesem die übrigen Leidtragenden, zuerst die Männer und dann Frauen, je vierreihig. Vor denselben geht der Geistliche sowie der Lehrer mit der Schuljugend“.
Die Jagd nach Kies und Sand
„Viele Steine gab’s und wenig Brot“, lautet ein alter Spruch. Eigentlich sollte man meinen, dass die Altriper früher auf ihrer Halbinsel, wenn schon keine blühende Landwirtschaft, wenigstens genügend Sand und Steine hatten. Doch nur im offenen Rhein trat Kies und Sand direkt zutage. Im Boden fanden sich zwar überall Kiesflöze und darüber auch Sand, doch darüber lag in aller Regel Rheinschlick, auch Lehm genannt.
Anfang mit gestrickten Kniewärmern
Die Ideen von Henri Dunant, der 1901 als Begründer des Roten Kreuzes den Nobelpreis erhielt, stießen in Altrip schon früh auf eine Resonanz. Bereits 10 Jahre später, am 9. Juli 1911, schlossen sich 13 Männer zum „Roten Kreuz Altrip” zusammen und wählten Philipp Johann Hauck zu ihrem Obmann.
Ein Ort, der den Verkehr der ganzen Region prägte
Wer heute durch Rheingönheim fährt, kann sich kaum vorstellen, wie wichtig die Hauptstraße früher für den Verkehr zwischen Ludwigshafen und Altrip war. Gleichzeitig verlief hier die Straßenbahn mitten durch den Ort. Die folgenden Zeilen zeigen, wie sich Straßen- und Schienenverkehr im Laufe der Jahre grundlegend verändert haben.
Erster Brotbackkurs 2026 voller Erfolg
Am Samstag, 27. August 2026, fand der erste Brotbackkurs des Jahres statt und war trotz der hohen Außentemperaturen (ca. 40°C) ein voller Erfolg. Kompliment an die Aktiven unserer Brotbackgruppe!
Fähre erzielt 23.100 Mark
Im Jahr 1951 erzielte die im Besitz der Gemeinde Altrip befindliche Gierfähre bei der jährlichen Versteigerung 23.100 Mark für das Gemeindesäckel. Die Fähre wurde jeweils für die Dauer eines Jahres verpachtet. Der Fahrpreis betrug pro Person zehn Pfennige und die Fußgänger-Monatskarte kostete eine Mark. Ab 1951 hatten die Fährleute an Bord die Funktion eines Hilfspolizisten.
Entschädigungslose Fürstenenteignung
Nach der politischen Entmachtung der Fürstenhäuser im Zuge der Novemberrevolution 1918 war die Frage, wie mit dem Vermögen der Fürstenhäuser umzugehen sei, offen geblieben. Im Kern ging es um die Klärung, in welchem Umfang es sich jeweils um Privat- oder Staatsvermögen handelte.
Die Anfänge des Fußballs in Altrip
Seit 1901 wird in Altrip vereinsmäßig Fußball gespielt, da hatte die Rheingemeinde gerade mal 1700 Einwohner. Wie bei allem Neuen, so war auch die neue Sportart „Fußball” umstritten. Die beiden örtlichen Kriegervereine betrachteten gar das von England übernommene Spiel als einen „Verrat an Kaiser und Vaterland”.
Von Weißbinder bis Schwarzbrenner
Im heute so bunt schillernden und nicht selten auch unverständlich gewordenen Mosaikbild der Berufsnomenklatur stellen die alten Berufe eine höchst interessante Gruppe dar. In Altrip gab es unter anderem Berufstätigkeiten, die etliche Nuancen auf der Farbskala aufwiesen.


