Denkmäler

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Entschädigungslose Fürstenenteignung

Nach der politischen Entmachtung der Fürstenhäuser im Zuge der Novemberrevolution 1918 war die Frage, wie mit dem Vermögen der Fürstenhäuser umzugehen sei, offen geblieben. Im Kern ging es um die Klärung, in welchem Umfang es sich jeweils um Privat- oder Staatsvermögen handelte.

Die Anfänge des Fußballs in Altrip

Seit 1901 wird in Altrip vereinsmäßig Fußball gespielt, da hatte die Rheingemeinde gerade mal 1700 Einwohner. Wie bei allem Neuen, so war auch die neue Sportart „Fußball” umstritten. Die beiden örtlichen Kriegervereine betrachteten gar das von England übernommene Spiel als einen „Verrat an Kaiser und Vaterland”.

Von Weißbinder bis Schwarzbrenner

Im heute so bunt schillernden und nicht selten auch unverständlich gewordenen Mosaikbild der Berufsnomenklatur stellen die alten Berufe eine höchst interessante Gruppe dar. In Altrip gab es unter anderem Berufstätigkeiten, die etliche Nuancen auf der Farbskala aufwiesen.

Das Altriper Kriegerdenkmal 1870/71

Seit 1901 steht das Altriper Kriegerdenkmal an seinem Platz. In der Rheingemeinde wurde in einer Art „Bürgerbeschluss” sowohl von den „Nazzen”, so wurden umgangssprachlich die im Ort dominierenden Nationalliberalen genannt, als auch von den Sozialdemokraten im Jahre 1895 im Gasthaus „Zum Himmelreich” unter maßgeblicher Beteiligung des neuen Ortsgeistlichen Horst Buchholz die Errichtung eines „Kriegerdenkmals 1870/71” angeregt.

Anlaufschwierigkeiten beim Kriegerdenkmal

Das älteste Denkmal der Gemeinde Altrip wurde am 1. Juni 1901 eingeweiht. Es ist ein Ehrenmal für 30 Krieger, die am Krieg 1870/71 teilnahmen und aller wieder heil nach Hause kamen. In der Zeit des „Hurra-Patriotismus” wurde ihnen schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt. Doch ehe es so weit war, gab es Probleme zuhauf ...

DLRG Ortsgruppe Altrip gegründet

An einem trüben Sonntagmorgen trafen sich im Herbst 1970 im „Karpfen“ zu Altrip die gleichen Stammtischbrüder wie immer. Doch diesmal war alles anders. Der Versicherungsfachmann Heinz Hauk stellte seine Idee vor, in Altrip eine Ortsgruppe der „Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)“ zu gründen. Er selbst besaß die höchste Auszeichnung der DLRG, nämlich das Lehrabzeichen und kannte etliche Altriper, die in Ortsgruppen der Umgebung Mitglied waren.

(Straßen-)Namen sind Schall und Rauch

Straßenumbenennungen wurden früher zumeist durch eine Ortserweiterung oder durch eine andere Straßenführung notwendig. So wurde etwa aus der Altriper „Unnergass“ (die Straße lag stromabwärts) die Römerstraße und aus der „Owwergass“ (die Straße lag stromauf) die Ludwigstraße. Aus der späteren „Dammgass“ wurde die Rheinstraße und aus dem „Kappesweg“, der hinter der Ludwig- und Römerstraße an den Krautgärten (wo „Kappes“ angepflanzt wurde) entlangführte, wurde die Maxstraße.

Chronik des Regino im Buchdruck verlegt

Im Jahre 1521, also über 600 Jahre nachdem Regino seine Chronik abgeschlossen hatte, die im Mittelalter in vielen Klosterstuben eifrig handschriftlich kopiert wurde, gefiel es dem Ritter, Kartografen und Humanisten Dr. Sebastian von Rotenhan aus Franken in der Ursprungsdruckerei der Gutenbergschen Offizin beim akademisch ausgebildeten Drucker Johann Schöffer die Chronik des Regino zu verlegen.

Karl Marx: Erster Vereinsmeister des Schach-Club Altrip

Im Nebenzimmer eines Lokals wurden in Altrip nahezu alle Vereine gegründet. Nicht so der Schachclub! 1926 hob eine Spielergemeinschaft in der Werkstätte des Schneidermeisters Ludwig Hauk in der Rheinstraße den Schachclub aus der Taufe. Die Werkstätte wurde gewählt, weil der mitspielende Schneidermeister stark gehbehindert war und das Häuschen, an dem die meisten Fährbenutzer täglich vorbeikamen, eine Art „Kommunikationszentrum”, sprich für Tratsch und Klatsch im Dorf, war.

Schon früh den 1. Mai gefeiert

Das zum Anfang des 19. Jahrhunderts von Hermann Adam von Kamp getextete Lied „Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei” kannten früher nahezu alle Leute. Der Mai war aber auch der Aufbruchmonat der Arbeiterbewegung. So ist aus dem ehemaligen Arbeiterdorf Altrip überliefert, dass bereits ein Jahr nachdem die „Internationale Arbeiterbewegung” den 1. Mai als weltweiten Kampftag proklamiert hatte, eine Kundgebung stattfand.

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