Das Leben in Altrip zur Zeit des Hausbaus Römerstraße 1

Als der Bäcker Hanß Jacob Wolfart 1660 in der heutigen Römerstraße 1 sein Haus baute, war Karl Ludwig (1617 bis 1680) Kurfürst der Pfalz und Hans Lammert (Lemmert) Schultheiß der Rheingemeinde.

Im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ herrschte seit 1658 (bis 1705) Leopold I. als römischer König und deutscher Kaiser. Leopold galt als klug und weitsichtig. Und im Nachbarland Frankreich regierte Ludwig XIV. (1643 bis 1715), der berühmte „Sonnenkönig“. Damals war für den Ort bereits die „moderne“ Schreibweise „Altrippe“ und auch „Altrip“ üblich.

Das älteste Haus in Altrip, Römerstraße 1, erbaut Im Jahr 1660.Das älteste Haus in Altrip, Römerstraße 1, erbaut Im Jahr 1660.Im Jahr des Hausbaus war der in Zürich geborene reformierte Pfarrer Johann Henrich (Heinrich) Dennicker (auch Denikher und Deni geschrieben) Verkünder der Werke des Herrn und taufte in jenem Jahr in Altrip seinen Stammhalter Peter Ludwig. Schon drei Jahre zuvor wurde ihm Tochter Catharina Appolonia geboren.(1)

Obwohl Pfarrer Dennicker von 1657 bis 1669 in Altrip seines Amtes waltete, versiegen merkwürdigerweise 1661 plötzlich die Einträge im Taufbuch, 1662 im Sterbebuch und 1663 im Heiratsbuch. Erst 1668 finden wir seine Einträge wieder im Tauf- und im Heiratsbuch, während die im Sterbebuch erst wieder 1692 erscheinen. Weshalb die Einträge fehlen, ist unklar, denn zu jener Zeit gab es keine kriegsbedingten Erschwernisse, sondern unter Kurfürst Karl Ludwig gab es vielmehr einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Auch „Religionskämpfe“ schieden als Ursache aus, zumal unter dem Kurfürsten die Pfalz ein Beispiel toleranter religiöser Gesinnung wurde. Ob die Einträge durch Hochwasserkatastrophen oder Schlamperei verloren gingen? Vermutlich gingen die 1651, also drei Jahre nach dem Ende des 30-jährigen Krieges, begonnenen Einträge in losen Kirchenblättern, aus welchen Gründen auch immer, verloren, ehe sie zu festen Kirchenbüchern zusammengefasst wurden.

Wann und wo Hanß Jacob Wolfart geboren ist, entzieht sich unserer genauen Kenntnis. In den Kirchenbüchern finden sich lediglich Einträge über die Geburt seiner fünf Kinder, die alle vor seinem Hausbau zur Welt kamen. Nachdem aber die Einträge im Taufbuch von 1661 bis 1668 fehlen, ist nicht auszuschließen, dass er noch weitere Kinder hatte.

Seine Frau, Ursula Catharina, bekam nach den Kirchenbucheintragungen 1653 ihr erstes und 1659 ihr letztes Kind und verstarb am 25. Februar 1695 in Altrip. Da sie auch in der Zeit nach dem Hausbau im gebärfähigen Alter war, ist weiterer Nachwuchs zu vermuten. Es kann aber auch sein, dass Hanß Jacob Wolfart etliche Jahre vor ihr verstarb.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg gewann das Tabakrauchen immer mehr Freunde. Zuvor war die Tabakpflanze mehr zu medizinischen Zwecken oder als Ziergewächs gefragt. Durch die verstärkte Nachfrage nach der Genusspflanze wurde auch der Tabakanbau speziell in der Vorderpfalz und im Raum Mannheim heimisch und Hanß Johann Wolfart befasste sich daher wohl höchst lukrativ auch mit dem Tabakhandel.

Das Pfarrhaus war nach dem großen Krieg nur noch ein Schutthaufen. Doch der romanische Kirchturm aus dem 13. Jahrhundert ragte noch über die Dächer des kleinen Fischerdorfes. Das Kirchenschiff hingegen war schon vor dem Krieg ziemlich baufällig.

1617 zählte das Dorf immerhin 52 Hausgesesse (Familien), doch wie viele Menschen Krieg, Seuchen und Hungerjahre die Zeit von 1618 bis 1648 überlebten, ist nicht überliefert. Nach den Einträgen in den Kirchenbüchern von 1651 bis 1661, hatte, entgegen der landläufigen Meinung, eine Familie im Durchschnitt nur zwei Kinder! Die Kirchenbucheintragungen vor 1651 sind durch die Kriegsereignisse leider verloren gegangen und somit lässt sich auch nicht mehr feststellen, wie lange die Familie Wolfart schon im Ort ansässig war.

Die Lücken, die der Krieg in die Bevölkerung gerissen hatte, versuchte der Kurfürst teilweise durch Ansiedlung von Einwanderern, etwa aus der Schweiz und Frankreich, auszugleichen. Von dort kamen insbesondere Menschen, die unter der religiösen Unterdrückung in ihrer Heimat litten.

So kam aus Metz Hanß Profo (Provo(-A-)) und heiratete hier am 10. September 1661 die Altriperin Katharina Schneider. Aus Brabant kam Johannes Schutz (auch Schutzius) und heiratete am 6. März 1661 Anna Barbara Schneider. Zu Zeiten des Hanß Jacob Wolfart waren in Altrip folgende Familiennamen vertreten: Lämmert (Lemmert), Hook, Hirt (Hört), Schneider, Elsässer, Sauer, Groß, Scherer, Baumann, Fabricius (Fabritius), Mötzger (Metzger), Gerner, Schweickardt (Schweikert), Dennicker, Pfützer, Rubwein, Überrein, Voltz, Hecht, Schiffer, Odenwälder, Hornick (Hornig) und Profo/Provo.(2)

Als Hanß Jacob Wolfart sein Haus bezog war Hanß Henrich Ruding Schuldiener in Altrip. Die „Schuldiener“ hießen später „Schulmeister“ und dann „Lehrer“. Nachfolger von Ruding war um 1669 Georgius Ziegler, der bis 1681 unterrichtete. Anschließend wirkte Simon Bachmann aus Spangenberg hier und wohnte wohl im Rathaus, das die Reformierten 1616 für die Gemeinde errichteten.(3)

1683 musste der Pfarrer Bericht an die „Kirchenregierung“ erstatten. Er schrieb, dass er 1682 als 30-Jähriger nach Altrip kam und jährlich von der Gemeinde 24 Gulden erhielt. Vom Domstift Speyer bekam er 10 Malter und 4 Simmern Korn und für das Glockenläuten 2 Gulden. Daneben durfte er für die Unterrichtung der Kinder das übliche Schulgeld erheben. Er unterrichtete in Rechnen, Lesen, Singen und Religion. Er hatte die Schulstube zu heizen und auszufegen, die Kirchenglocken zu läuten, bei Gottesdiensten vorzusingen, bei einer Beerdigung den Pfarrer mit den Schulkindern abzuholen und zum Trauerhaus zu begleiten, während des Ganges zum Friedhof und auf dem Friedhof mit den Kindern geistliche Lieder zu singen, bei Hochzeiten und Kindstaufen die Feier mit Gesang zu verschönern und die Kirche zu heizen und zu kehren. Vor der Einstellung wurde er vom Ortsgeistlichen und den Kirchenräten geprüft. Neben einer guten Aussprache musste er auch einen guten Leumund haben.(4)

Die Dorfbewohner lebten damals überwiegend vom Erlös aus dem Fischfang und hatten zum Teil auch besondere Privilege. In jener Zeit durften die Altriper gar den „Karl-Ludwig-See“(-B-), einem künstlich eingestauten See südlich von Ketsch, entweder zur Passionszeit (Fastenzeit) oder um die ersten Adventstage ausfischen. Der See hatte in seiner Blütezeit 486 Morgen und war von einem Seedamm umgeben. Durch Schleusen konnte das Gewässer abgelassen werden.

Sechs bis acht Altriper Fischer hatten dabei jeweils 12 Tage lang zu fischen. Sie erhielten täglich 6 Kreuzer an Handgeld und 4 Pfund Brot, dazu noch ein Ohm Wein aus der Kellerei zu Schwetzingen. Im Gegensatz zu diesem Privileg der Altriper mussten die Handfröner von Hockenheim, Schwetzingen, Plankstadt, Eppelheim, St. Ilgen, Sandhausen, Oftersheim, Kirchheim und Reilingen die verhassten Arbeiten, wie Gräben putzen und den See entschlammen, erledigen.

So ist überliefert, dass die Altriper Fischer mit Nachen, Garn und Angel sich für den Besuch von Kurfürst Karl Ludwig, der mit glänzender Kavalkade vom Schwetzinger Jagd- und Lustschloss, nach einem Besuch seiner geliebten Raugräfin von Degenfeld, am 20. Oktober 1664 bereithalten mussten. Über die Bußzeit vom 20. bis 24. Oktober 1664 wurde die kurfürstliche Küche glänzend mit Fischspeisen versorgt. Die fleißigen Altriper Fischer hatten mit den Frönern 1324 Pfund Hecht, 10 Pfund Karpfen, 4171 Pfund Schleien und 200 Pfund Karauschen gefangen. Die riesige Teich- und Fischzuchtanlage „lieferte“ auch Edelkrebse und als besondere Delikatesse Wasserschildkröten.(5)

Der Kurfürst führte auch penibel genau ein Ausgabenbuch. Und so erfahren wir, dass im August 1668 eine Altriperin 45 Kreuzer für die Ablieferung eines jungen Bibers erhielt. Und auch ein Fischer kassierte 45 Kreuzer, der ebenfalls einen jungen Biber abgab. Die Gegend um Altrip mit ihren zahlreichen Altwassern und den von Gräben durchzogenen Auwäldern, bot hier den Bibern geradezu ideale Lebensbedingungen.(6)

Überhaupt war in jener Zeit der Rhein bei Altrip ein Wildstrom, der in vielen Mäandern zerfasert, träge der Ebene zufloss, mit einer Vielzahl von sich ständig verändernden Inseln, Sandbänken, „Totarmen“ und Tümpeln.

Ein Zeitgenosse von Wohlfart war auch der lang gediente Ferge (Fährmann) und Gerichtsverwandte, Hanß Thomas Groß, der die wichtige Verbindung zur rechtsrheinischen Kurpfalz aufrechterhielt. Damals ging der „Lauf“ der Altriper Fischer nach Heidelberg, wo sie in der Residenz und auf dem Markt ihre Beute absetzten, insbesondere Salme (Lachse).

Bei Altrip gab es mehrere gute Salmgründe und die Altriper Fischer hatten auch den Neuhofener Altrhein(-C-) gepachtet. Einige Dorfbewohner betätigten sich überdies mit der Goldwäscherei. 1658 war gar ein Auswärtiger, Jost Wehrstein aus dem Bergischen Land, zum Goldschlemmen bei Altrip berechtigt. 1670 hatte Hans Hirt (Hört) aus Altrip das Recht von Neupotz bis zur Höhe von Philippsburg im Rhein Gold zu waschen und 1675 der Altriper Philipp Schweikard (Schweikert), der von Mannheim bis Selz/Elsass Goldwaschrechte besaß und somit auch in Altriper Kiesen schürfen durfte.(7)

1679 bekam die reformierte Kirchengemeinde einen Taufbecher aus Silber, der innen vergoldet ist. Der glatte Becher mit rundem Fuß, der oben etwas erweitert und mit einem gewellten Bändchen oben abgeschlossen ist, trägt die Inschrift: „ALTRIP 1679“ und hat eine Höhe von 16 Zentimetern. Dieses seltene Stück ist auch heute noch im Besitz der protestantischen Altriper Kirchengemeinde.

1685 wurde versucht mit 13 Grenzsteinen den durch die Verlandung der Rheinschlinge um das Hintere Seckenheimer Ried zwischen Altrip und Seckenheim strittig gewordenen Grenzverlauf zu regeln. Ein nahezu einhundertjähriger Nachbarschaftsstreit sollte damit beendet werden. Doch der „Friede“ war nur von kurzer Dauer.

Es war Pfarrer Friedrich Amadeus Dessloch, der 1695 die Ehefrau des stolzen Fachwerkhausbesitzers beerdigte. Jener reformierte Pfarrer brachte es von 1693 bis 1743 mit seinen 50 Dienstjahren auf die längste Amtszeit eines Altriper Pfarrers seit Menschengedenken.

Durch einen Bericht von ihm an die kurpfälzische Regierung aus dem Jahr 1693 wissen wir, dass vor dem Orléans´schen Krieg (1688 bis 1692) in Altrip 37 Familien wohnten. (1617 wurden noch 52 Familien gezählt) Das Pfarrhaus lag noch immer in Trümmern, obgleich Material für einen Neubau herangeschafft wurde.

Nach dem Ableben seiner „Churfürstlichen Durchlaucht“, Kurfürst Karl Ludwig (1680), kamen leider alle diesbezüglichen Aktivitäten zum Erliegen. Das Domkapitel Speyer zahlte jährlich 20 Gulden Hauszins. Der Pfarrplatz bestand aus einem Grasgarten von der Größe eines Morgens (2500 Quadratmeter), der aber durch Druck- beziehungsweise Hochwasser unbrauchbar war.(8)

Das Altriper Weistum von 1602 wurde im Jahre 1660 in wunderschöner Schrift auf Pergament übertragen und vom damaligen Oberamt Neustadt als rechtmäßige Abschrift anerkannt. Das Weistum als Rechtsordnung für die Gemeinde wurde alljährlich öffentlich verkündet. In nur dreizehn Absätzen, niedergeschrieben auf sechs Blättern, ist das Ortsrecht niedergeschrieben.

Der zehnte Abschnitt handelt vom Hausbau. Wer hiernach in Altrip ein Haus bauen wollte, der erhielt von der Gemeinde Fichtenholz zwischen Michelstag (29. September) bis zu Petri Stuhlfeier (18. Januar oder 22. Februar), um Fastnacht „Bollen und Rüsten“ (= Bolden oder Bellen), Weißpappeln und Rüster oder Ulmen bis zum St. Georgentag (23. April). Dieses Bauholz sollte aber bis zu „Johannes des Täufers“ (24. Juni) verbaut und aufgeschlagen sein, widrigenfalls hatte der Bauherr für jedes an diesem Tag noch nicht verwandte Stück 5 Schilling an die Gemeinde zu zahlen.

Um Weihnachten sollte ein Haus auch gemauert, gedeckt und geklebt (verputzt) sein, „sonst ist er (der Bauherr) überhaupt mit derselben Summe der Gemeinde „verfallen“ (zur Zahlung verpflichtet) und außerdem mit ebenso viel von jedem über 5 Schuh langen übrigbleibenden Balken“. (Jeder Quadratschuh wurde mit 12 Heller verrechnet.)

Das Gericht (entspricht in etwa dem heutigen Gemeinderat) sollte nach dem zwölften Absatz des Weistums an allen „ungebottenen“ Gerichtstagen, das waren zuvor nicht angesagte Termine, die Gebäude der Gemeinde „besehen, ob sie auch „in Schwellen (Balken) und Dach gehalten, und so einer sträflich erfunden wird, soll er 5 Schilling verfallen sein.“ Die Gebäude wurden also nicht, wie heutzutage üblich, nur einmal „abgenommen“, sondern immer wieder auf einen ordnungsgemäßen Zustand untersucht.(9)

1658 herrschte ein strenger Winter und der Rhein war mal wieder zugefroren. 1660 hingegen war ein gutes Getreide- und Weinjahr, während 1661 nach einem strengen Winter wiederum Hochwasser brachte. Am Himmel erschien damals ein Komet und versetzte die Menschen in Schrecken.(10)

1665 gehörte Altrip zu einer der 29 Zollorte des Neustadter Amtes.(11) Das Zollunwesen behinderte den Handel immer stärker. Und ständig kamen neue Zollstationen hinzu. (1763 wurde das „Seckenheimer Rieth“ gar die 49. Zollstätte und Altrip gehörte zur Zollbereiterei Frankenthal.)

Und was die Altriper jener Zeit nicht wissen konnten: Joachim Hildebrand (1623-1691), von Haus aus Altphilologe und Orientalist mit umfassenden Sprachkenntnissen, erhielt 1648 den Lehrstuhl für Theologie an der Universität Helmstedt und verlegte 1659 das Sendhandbuch Reginos von Prüm, der um 840 in Altrip geboren wurde. Eine Ausgabe des Sendhandbuchs Reginos (Reginonis Prumiensis „De discliplina ecclesiasica veterum, praesertim Germanorum Libri duo, Quorum alter CLERICOS, alter LAICOS inform…“) befindet sich in einer Ausgabe von 1659 bei der Gemeindeverwaltung Altrip. Das Sendhandbuch diente dem Bischof bei seinen Visitationsreisen und enthielt einen Fragenkatalog an die Kleriker und an die Laien.

(Wolfgang Schneider | 2023)

Quellennachweis:

  1. „Familien in Altrip von 1651-1900“, Erich Schneider, Altrip, 1998;
  2.  aaO
  3. „Blätter für pfälzische Kirchengeschichte“, Georg Biundo, Annweiler, Heft 4/1934;
  4. „Schuldiener in Altrip von 1650-1798“, Erich Dudy, Altrip, ohne Jahresangabe;
  5. „Oftersheim.Ein Dorf und seine Geschichte“, Franz Volk,Oftersheim,S.73/74/1968;
  6. „Mitteilungen der Pollichia“, Nr.19/S.3/1903;
  7. „Kurpfälzer Dienerbücher (1476-1685)“, Manfred Krebs,1942
  8. „Heimatblätter für Ludwigshafen und Umgebung“, Nr.15/1921;
  9. „Altriper Weistum von 1602“, erhalten in einer Abschrift von 1660; galt nach dem 2.Weltkrieg als verschollen; 1993 von Gemeinde angekauft; Original in Speyer; Kopie bei der Gemeindeverwaltung Altrip.
  10. “Chronik der Ängste und Nöte der Kurpfälzer über 500 Jahre“, Ludwig Merz, Heidelberg,1984
  11. “Das Kurpfälzische Oberamt Neustadt an der Haardt“, Theodor Karst, 1960, S.96.

Allgemeine Hinweise:

  1. Die Familie Provo wohnte über Jahrhunderte hinweg in Altrip und nur kurze Zeit „außerhalb“. Ein Nachkomme, Hermann Provo (1845-1918), schrieb 1910 die Broschüre „Altrip – eine kulturhistorische Studie“ sowie zur Einweihung des Reginodenkmals im Jahr 1911 eine Erinnerungsschrift. Er war Initiator des Denkmalbaus und hielt auch die Festrede. Zu jener Zeit wohnte er als „Privatier“ in Schwetzingen; auch seine Kinder wohnten nicht mehr in Altrip. Die einst aus Metz nach Altrip zugezogene Familie ist mit dem in Altrip geborenen Hermann Provo ausgestorben.
  2. Die Dämme um den „Karl-Ludwig-See“ wurden durch kriegerische Ereignisse zerstört. Der ehemalige See liegt in dem Gewanne „Ketschau“, südlich der Gemeinde Ketsch und war einst eine Exklave von Oftersheim. Das Gelände ist heute landwirtschaftlich genutzt.
  3. Der durch den Rheindurchbruch um 1584 entstandene Altrhein erhielt, nachdem Altrip durch den Rheindurchstich (1865-1874) ein Altgewässer vor seiner Haustür bekam, den Namen „Neuhofener Altrhein“ (so zu vermuten, schriftlich aber nicht niedergelegt). Der „neue“ Altrhein, beginnend etwas oberhalb der Wirtschaft „Zum Karpfen“ und sich stromab hinziehend, trägt seit der Rheinkorrektion den Namen „Altriper Altrhein“.
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