Gemarkungswanderung im Herbst 2010 - Rückblick

 Gemarkungswanderung im Herbst 2010Das stürmische Wetter hatte ein Einsehen, denn pünktlich zu unserer historischen Spurensuche hatte der Sturm nachgelassen, sodass wir gefahrlos in den Wald gehen konnten.

Den Teilnehmern erläuterte Edgar Alt vom Rheindamm aus die ursprüngliche Gemarkung und den Rheinverlauf in früheren Zeiten. Dann ging’s weiter zur „Klamm“, wo der alte Rhein sich mit dem neuen Strom verbindet. Auch der mit Bäumen und Büschen bewachsene alte Rheindamm, der Altrip notdürftig vor Hochwasser schützen sollte, konnten wir noch sehen.

 Gemarkungswanderung im Herbst 2010Anhand der steinernen Zeugen erläuterte Edgar Alt die Gemarkungsgrenzen von Altrip in den letzten Jahrhunderten. Die Gemarkung von Altrip war früher sehr klein. Das Gebiet im Bogen des Neuhofener Altrheins bis zum heutigen Rhein gehörte zu Seckenheim. Schon vor den Toren vom damaligen Altrip war man auf Neuhofener Gemarkung. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden diese Gemarkungsteile Altrip hinzu geschlagen.

Die Wanderung ging weiter an der „Klamm“ entlang bis zur „Dunnerswiese“, das einzige Grundstück, das im Überschwemmungsgebiet des Rheins bis vor einigen Jahren noch landwirtschaftlich genutzt wurde. Anhand des Geländeverlaufs konnte der alte Rheinlauf noch erahnt werden. Teilweise haben wir die Wege verlassen, um zu den einzelnen Grenzsteinen aus dem 18. Jahrhundert zu gelangen, die die Grenze der ehemaligen Seckenheimer Gemarkung bildeten.

Von der „Dunnerswiese“ marschierten wir über den Rheindamm am Riedhof vorbei und kamen nördlich des alten Gewerbegebiets zur Kreisstraße und auf dem Radweg wieder zurück nach Altrip.

 Gemarkungswanderung im Herbst 2010Dabei überquerten wir die alten Rheinläufe, die uns Herr Alt anhand von Plänen in der jetzigen Gemarkung zeigte.

Wir kamen zum Schluss auch an alten Grenzsteinen der Neuhofener Grenze vorbei. Sie erstreckte sich noch Ende des 18.Jahrhunderts bis auf die Höhe der VR-Bank und ging in etwa entlang der Goethestraße bis zur Klamm. Die südliche Begrenzung bildete der Horrengraben und die nördliche Grenze war am alten Rheinlauf.

An der Tankstelle war die dreistündige Gemarkungswanderung zu Ende. Einen herzlichen Dank an unseren Wanderführer Edgar Alt, der uns die frühere Gemarkung von Altrip auch anhand von altem Kartenmaterial näher brachte.

(Horst Hook, November 2010) 

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